Bernie – Mein Schweinehund

Da sitzen wir zu zweit. Auf der Couch. Mit einem Running-Heft in der Hand und lesen über das Laufen und wie man seine Ziele erreichen kann. Innerlich springe ich in meine Schuhe und laufe mit wehendem Haar durch die Straßen und erinnere mich an das tolle Gefühl nach dem Lauf, die entspannende Dusche. Wenn da nicht Bernie neben mir säße, dann wäre ich eventuell sogar tatsächlich schon draußen, aber Bernie hat keine Lust.

Zu anstrengend, keine Lust, nicht gut vorbereitet, immer der gleiche Weg…
Bernie hat immer eine super Ausrede um nicht los zu gehen. Der alte Schweinehund.

Dann schaue ich Bernie an, schließe die Zeitung und sage: „Bernie…wir müssen raus, du musst ja schließlich auch mal Gassi und deine Geschäfte erledigen.“

Ich habe euch mal meine Tipps zusammengestellt, mit denen ich meinen Schweinehund vor die Tür bekomme.

1 Akzeptieren statt kämpfen

Mir fällt es leichter mit meinem Schweinehund um zu gehen, seit ich akzeptiert habe, dass es ihn gibt und dass er seine Daseins-Berechtigung hat, dazu später mehr. Mache deinen Schweinehund nicht zu einem Gegner und verliere bereits kostbare Energie, gegen ihn zu kämpfen und zu versuchen ihn zu sportlichen Aktivitäten zu überreden. Sondern sieh ihn als deinen ganz persönlichen Trainingspartner, der dir versucht Steine in den Weg zu legen, die dir eine Herausforderung geben. Ja es ist ok, dass der Schweinehund auftaucht, jeder hat einen. Sieh es mal positiv: mit jedem Schweinehund, den du überwunden hast, bist du ein klein wenig stärker.

2 Gib ihm einen Namen

„Bernie, da bist du ja wieder!“
Gib deinem Schweinehund einen Namen und überlege, wie er wohl aussehen würde. Das wird dir helfen, die Situation weniger bedrohlich wirken zu lassen und mit einem Lächeln ran zu gehen. Mach ihn zu deinem Freund, eher als zu einem Feind. Und wozu sind Freunde da, wenn man sie braucht? Richtig…zum motivieren. Danke Bernie.

3 Gassi gehen mit Bernie

Wenn wir also schon soweit sind, dass wir unseren Schweinehunden Namen geben und sie zu unseren imaginären Freunden machen, wieso dann nicht noch einen Schritt weiter gehen?! So ein Hund muss ja schließlich auch mal raus. Also wenn euer Schweinehund vor euch steht und knurrt, weil es zu warm / zu kalt / zu doof / zu weit oder was auch immer ist, dann denkt daran, dass er ja auch mal Gassi muss. Geschäfte erledigen.

4 Er darf auch mal gewinnen

So ein Schweinehund hat durchaus auch mal seine Daseinsberechtigung und kann euch vor Übertraining schützen. Also hinterfragt auch mal kurz, warum er jetzt grad da ist. Vielleicht will er ja auch helfen und dir sagen, dass du mal eine Ruhepause einlegen darfst? Und falls er einen triftigen Grund hat, dass ihr zuhause bleibt, dann nutze die Zeit doch zum Beispiel damit, Laufklamotten zu waschen oder aufzuräumen. Egal was es ist, mach noch etwas sinnvolles, so bleibt dir am Ende des Tages eventuell das schlechte Gewissen erspart.

Vergesse aber eins nicht: dein Schweinehund kann gut diskutieren.
Überlege nicht zu lange und zu viel über die jetzige Situation nach, sondern entscheide schnell und konkret, was jetzt passieren soll. Je länger er dich festhält, desto größer die Chance, dass es dann tatsächlich zu spät wird oder du keine Lust mehr auf deine sportliche Aktivität bekommst.

Also, wie heißt DEIN Schweinehund?

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